Schmerzanzeichen und Schmerz- Check

 

Wissenschaftler stimmen überein, dass Tiere genauso Schmerzen empfinden wie wir Menschen, nur sie zeigen es anders. Dies liegt in Ihrer Entwicklungsgeschichte begründet. Der Hund als Rudeltier sinkt sehr schnell in der Rangordnung, wenn er "Schwäche" zeigt. Das bedeutend aber nicht, dass er Schmerzen anders empfindet. Er zeigt es nur unterschiedlich zu uns Menschen. Da Ihr Hund nicht sprechen kann, bleibt Ihnen als Hundehalter nur die Möglichkeit, ihn genau zu beobachten, um so Hinweise zu bekommen, ob er evtl. Schmerzen hat.

 

Verletzungen, operative Eingriffe und andere Erkrankungen, die dem Menschen Schmerzen bereiten, sind für den Hund gleichermaßen schmerzhaft und quälend. In solchen Fällen sollten immer therapeutische Maßnahmen ergriffen werden mit dem Ziel, die Schmerzen zum Wohle Ihres Tieres zu lindern und dadurch die Lebensqualität entscheidend zu verbessern.

 

Leider ist es Ihrem Hund nur begrenzt möglich, Ihnen seine Schmerzen mitzuteilen. Daher ist es wichtig, schon leichte Anzeichen zu erkennen und diesen nachzugehen. Die Verhaltens-änderungen, die im Zusammenhang mit Schmerzen auftreten, stellen sich oft schleichend ein und werden oft längere Zeit nicht bemerkt. Jeder Hund zeigt seine Schmerzen auf unterschiedliche Weise. Manche werden sehr ruhig, verweigern das Fressen und ziehen sich zurück. Andere wiederum werden aggressiv, zerstören z. B. Einrichtungsgegenstände und sind rastlos. Daher ist es auch sehr schwierig, den Schmerz zu messen oder zu kategorisieren.

 

 

Wie können Sie bei Ihrem Hund erkennen, ob er unter Schmerzen leidet?

  1. Aktivität: Bei einem schmerzhaften Zustand kann auf der einen Seite die Aktivität eingeschränkt sein. Allerdings kann auch eine Rastlosigkeit auftreten.
  2. Äußeres Erscheinungsbild: Bei Schmerzen und Stress ändert sich die Fellqualität. Hunde, die sonst immer ein glänzendes, gepflegtes Fell hatten, sehen auf einmal struppig und ungepflegt aus.
  3. Temperament: Um das Temperament zu beurteilen, muss man das Tier sehr gut und länger kennen. Daher können Sie als Besitzer dazu die genauesten Angaben machen. Vormals aggressive Hunde verfallen z. B. in eine Apathie, wohingegen liebe und zugängliche Hunde aggressiv werden können.
  4. Lautäußerung: Oft löst nur ein akuter Schmerz eine Lautäußerung aus. Bei chronischen Schmerzen kann bei den Hunden eher Stöhnen, Winseln oder Zähneknirschen beobachtet werden.
  5. Fressverhalten: Das Fressverhalten ist ein relativ objektives Zeichen, ob ein Hund unter Schmerzen oder auch Stress leidet. Durch Schmerzen werden Wasser- und Futteraufnahme und in Folge davon Harn- und Kotabsatz reduziert. Ihr Hund nimmt ab.
  6. Klinische Parameter: Schmerzen wirken sich über das vegetative Nervensystem auf Blutdruck, Puls und Atmung aus. Dadurch steigen Atemfrequenz, Herzfrequenz und Blutdruck unter Schmerzen an.

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