Gesundheit
Grundsätzlich ist der Labrador ein robuster und gesunder Hund.
Wie aber bei den meisten Hundereassen gibt es auch bei ihm Erbkrankheiten, dazu zählen:
Hüftgelenkdysplasie (HD)
Hier handelt es sich um eine krankhafte Veränderung des Hüftgelenks. Das Hüftgelenk setzt sich aus der Gelenkpfanne des Beckens und dem Kopf des Oberschenkelknochens (Fermurkopf) zusammen. Im Falle einer HD ist dieser Kopf missgebildet, wodurch die Funktion des Hüftgelenks stark beeinträchtigt wird. Neben den dadurch entstehenden Knorpelschäden werden auch andere Gelenkstrukturen wie Bänder, Gelenkkapsel und Gefässe in Mitleidenschaft gezogen. Die Hunde stehen nur noch schwer auf und lahmen.
Die Diagnose HD kann erst im Alter von 1 Jahr durch einen Röntgenuntersuchung gestellt werden.
Man unterteilt die HD in 5 Schweregrade:
| A | = HD frei bzw. kein Hinweis auf HD |
| B | = Übergangsform, d. h. geringe, gerade noch erfassbare Veränderungen |
| C | = leichte HD |
| D | = mittlere HD |
| E | = schwere HD |
Hunde mit mittlerem oder schwerem Grad einer Dysplaise werden vom LCD nicht zur Zucht zugelassen.
Ellenbogendysplasie (ED)
Unter Ellenbogendysplasie versteht man eine Miss- oder Fehlentwicklung im Bereich des Ellbogengelenkes, welche durch das nicht Zusammenpassen der gelenkbeteiligten Knochen zu einer Erkrankung des Gelenkes führt.
Gradeinteilung bei ED:
| 0 | = keinerlei Anzeichen |
| 1 | = vermutete oder geringfügige Anzeichen |
| 2 | = feststellbare Anzeichen, meist auch mit klinischem Befund |
| 3 | = manifestiert, deutlich feststellbar |
Anzeichen einer HD oder ED: der Hund zeigt Bewegungsunlust, steht nur noch schwer auf, lahmt.
Der Schweregrad von Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) kann durch Haltung und Fütterung beeinflusst werden. Heranwachsende Hunde sollten nicht zu energie- und proteinreich gefüttert werden, zudem sollte auf den Zusatz von Kalk- und Mineralstoffpräparaten verzichtet werden. Ebenso wichtig ist es, den jungen Hund nicht zu früh körperlich zu belasten.
PRA (Progressive Retinaatrophie)
Man unterscheidet zwischen PRA (Progressiver Retina Dysplasie), HC (erblicher Katarakt) und RD (Retinadysplasie). PRA ist erwiesenermaßen eine erbliche Erkrankung des Augenhintergrundes mit rezessivem Erbgang. Sie führt zu einer langsam fortschreitenden Zerstörung der Netzhaut und schliesslich zum Verlust der Sehkraft. Eine Therapie ist nicht möglich.
Eine spezielle Untersuchung (Elektroretinogramm) stellt fest, ob der Hund das PRA- Gen trägt, dabei wird folgendermassen unterschieden:
clear
getestet bedeutet, das der Hund nach heutiger Sicht weder das PRA- Gen trägt, es also auch nicht vererben wird, noch an dieser Erkrankung erblinden wird
carrier
bedeutet, dieser Hund trägt zwar die genetische Eigenschaft in sich, wird
aber selbst nie erblinden und bringt bei geschickter Verpaarung
(nämlich mit A-getesteten Hunden) einen hohen Prozentsatz an A, also gänzlich frei und einen gewissen Prozentsatz B, also Hunde die niemals erkranken werden
affected
bedeutet, der Hund trägt dieses besondere Gen in sich und wird zu einem gewissen Wahrscheinlichkeitsprozentsatz später erblinden. Mit B verpaart oder mit ungetesteten Hunden steigt das Risiko einer Vermehrung der PRA Trägerschaft und es wird immer ein gewisser Prozentsatz erkranken